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Zur Saisoneröffnung bringt das Vorarlberger Landestheater
die Legende des wohl bekanntesten und wohl auch unglücklichsten
Liebespaares aller Zeiten auf die Bühne. Sie erzählt
von einer menschlichen Wahrhaftigkeit, die in den Widrigkeiten
und Niedrigkeiten der gesellschaftlichen Realität zum Scheitern
verurteilt ist und darin liegt wohl auch ihre ungebrochene Kraft.
Montagues gegen Capulets: Die Geschichte von den hoffnungslos
verfeindeten Familien und ihren rettungslos ineinander verliebten
Kindern zeigt das Aufeinanderprallen extremer Gegensätze,
Kräfte und Gefühle. Die Einzigartigkeit von Shakespeares
dichterischer Kunst zeigt sich dabei in der Gegenüberstellung
der seelischen Tiefe des jungen Paares mit dem frivolen und
abgebrühten Zynismus seiner Umgebung. In der Brechung wundervoller
poetischer Momente durch Szenen derber Komik und brutaler Härte
leuchtet das Leben in seiner ganzen absurden Fülle auf,
die Menschen erscheinen in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit,
Liebe und Haß in ihrer ganzen Ausschließlichkeit.
Regisseur Leopold Huber hat diese Gegenüberstellungen in
seiner Fassung zugespitzt:
"Shakespeare hat das Stück
wie eine Versuchsanordnung angelegt. Alles beruht auf Zweischneidigkeit,
auf Gegenüberstellung, auf Gegensätzlichkeit, auf
Konflikt. Auch in der Sprache: Tag und Nacht, Glück und
Schmerz, Hell und Dunkel, Eis und Feuer. Die Extreme liegen
nah beisammen, da wird höchstes Glück beschrieben,
dann wieder abgrundtiefe Verzweifelung. Das Stück könnte
auch ein Alptraum sein.
Alle guten Stücke sind Träume." (Leopold
Huber)
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Huber, der vor Jahren Büchners Woyzeck in Bregenz inszenierte,
ist Leiter der Freilichtspiele "See- Burgtheater"
in Kreuzlingen am Bodensee; für die Gestaltung von Bühne
und Kostümen hat er Klaus Hellenstein aus München
mitgebracht, mit dem er regelmäßig zusammenarbeitet,
für die Choreographie Sebastian Eilers aus Ulm. Weiters
gastieren Astrid Keller und Nikolaus Okonkwo erstmals in Bregenz,
in den Titelrollen sind Markus Schramm und Jasmin Rischar zu
sehen.
Regie: Leopold Huber
Bühne und Kostüme: Klaus Hellenstein
Choreographie: Sebastian Eilers
Mit: Astrid Keller, Andrea
Pörtsch, Jasmin
Rischar; Johannes
Gabl, Nikolaus Okonkwo, Wolfgang
Pevestorf,
Mario Plaz, Eckart
Schönbeck, Markus
Schramm, Kurt
Sternik
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