ROMEO UND JULIA

Tragödie von William Shakespeare
Deutsch von Leopold Huber

Premiere:
20. September 2003
Theater am Kornmarkt, 20:00 Uhr

Weitere Aufführungen in Bregenz:
25. September, 10., 11. und 29. Oktober,
sowie 2. November, jeweils um 20:00 Uhr

 
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  Die Legende des wohl bekanntesten und wohl auch unglücklichsten Liebespaares aller Zeiten beruht auf verschiedenen italienischen Erzählungen der frühen Renaissance. Die dramatische Fassung der heftigen, spontan entbrennenden Liebe zwischen den beiden Sprößlingen der verfeindeten Adelshäuser Montague und Capulet gilt in ihrer bilderreichen Sprache und ihrer Gegenüberstellung der seelischen Tiefe des jungen Paares mit dem frivolen und abgebrühten Zynismus der umgebenden Gesellschaft als früher Höhepunkt in Shakespeares Werk. Aus einer Laune heraus mischt sich Romeo, Montagues Sohn, mit seinen Freunden maskiert unter die Gäste jenes Festes, bei dem Julia, Tochter der Capulets, den ihr zum Ehemann bestimmten Grafen Paris kennenlernen soll. Eine Begegnung, ein Blick, ein Gespräch und die beiden verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Spät nachts, das Fest ist beendet, kommt es zur bezaubernden Begegnung auf dem Balkon im mondbeschienenen Innenhof der Capulets: die Liebenden offenbaren einander ihre Gefühle und beschließen heimlich zu heiraten, was mit Unterstützung von Julias Amme und Romeos Mentor, Bruder Lorenzo, der auf eine Beilegung der Schon am nächsten Tag gibt es auf einem öffentlichen Platz erneut heftigen Streit zwischen Angehörigen der Capulets und der Montagues, der in offenem Kampf endet: Romeo wird envolviert, tötet den Cousin Julias und muß bei Bruder Lorenzo untertauchen. Während Julias Eltern mit Graf Paris schon die Vermählung ihrer Tochter mit dem Grafen besprechen, verbringen Romeo und Julia die Nacht zusammen. Im Morgengrauen flieht Romeo nach Mantua, beide liebestrunken, verzweifelt und voller Sehnsucht.

Sowohl die Capulets als auch Graf Paris bestehen gegen Julias Willen auf der versprochenen Hochzeit, doch Bruder Lorenzo weiß Rat: er gibt Julia ein Betäubungsmittel, das sie bis zum Tag der befohlenen Hochzeit in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Sie wird in der Familiengruft beigesetzt, aus der Romeo sie entführen soll, doch erreicht ihn in Mantua die Nachricht Lorenzos nicht, sehr wohl aber die Nachricht vom Tod Julias. Voll schwarzer Gedanken besorgt er sich Gift und begibt sich zu Julias Grab, wo er auf Paris trifft, der ihn sofort mit der Waffe angreift. Romeo tötet ihn, nimmt das Gift und stirbt. Bruder Lorenzos Medizin läßt nach, Julia öffnet die Augen, sieht Romeos Leiche und ersticht sich mit seinem Dolch. Über den Leichen der drei jungen Leute reichen sich Capulet und Montague die Hand zur Versöhnung.

Anders als in seinen Liebeskomödien mit ihren Irrungen und Mißverständnissen zeigt Shakespeare in der puren, erfüllenden Liebe und Leidenschaft eine menschliche Wahrhaftigkeit, die in einer Welt voll politischer und finanzieller Interessen sowie gesellschaftlicher Machtkämpfe zum Scheitern verurteilt ist.

 

       
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