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Eric Swan bringt es schon seit zwei Jahren nicht fertig, seiner
Frau Linda einzugestehen, dass er fristlos entlassen wurde.
Während Linda glaubt, er würde jeden Morgen wie sie
zur Arbeit gehen, hat Eric eine völlig neue Karriere begonnen:
die des Virtuosen auf der Klaviatur der britischen Sozialverwaltung.
Der wöchentliche Scheck vom Sozialamt für seinen gerade
nach Kanada ausgewanderten Untermieter Rupert Thompson war damals
Erics finanzielle Rettung - nichts war leichter als Mr. Thompsons
Geld selbst einzustreichen, und nichts provozierte zugleich
mehr Erics Sportsgeist und Kreativität. Rund um seinen
neuen Untermieter Norman Bassett erfindet Eric zahlreiche hilfsbedürftige
Familienangehörige und Hausbewohner und löst damit
eine Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft aus. Eric erhält
Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-,
Kranken-, Wohn- und Kindergeld, sogar die Schulmilch lässt
er nicht aus. Es plagt ihn jedoch das schlechte Gewissen und
so beschließt er sein Lügengebäude aus der Welt
zu schaffen, doch damit beschwört er furchtbares Unheil
herauf, zu genial hat er alles eingefädelt und zu exakt
funktioniert das britische Sozialsystem. Um alle Zahlungen zu
stoppen muss er schon den Tod des ahnungslosen Norman Bassett
erfinden, doch plötzlich steht Mr. Jenkins, ein Außenprüfer
des Sozialamtes vor der Tür und diese Tür öffnet
ausgerechnet Norman.
Eine Achterbahnfahrt ist ein Dreck dagegen: Eric weiht Norman
zu dessen Entsetzen blitzschnell darin ein, daß der ganze
Betrug sich um seinen Namen dreht und schon steht Jenkins in
der Wohnung, die Betreuerin für Trauerfälle trifft
ein, der Bestattungsunternehmer, der Psychologe, Linda, Onkel
George, Normans Verlobte Brenda und, last not least, Mistress
Cowper, Jenkins' gestrenge Chefin von der Behörde. Norman
bleibt nichts anderes übrig, als mit Eric diese Achterbahnfahrt
anzutreten, in deren Verlauf sie jede ihrer Notlügen mit
einer noch größeren neuen Lüge übertreffen
müssen, damit der Betrug nicht in letzter Sekunde auffliegt.
Je irrer Komödienmeister Michael Cooney die Kurven dieser
Achterbahn führt desto größer ist die Lust für
den Zuschauer, diese nicht zu stoppende Fahrt mit ihren nicht
enden wollenden Schrecken für die beiden Protagonisten
zu verfolgen und auszukosten.
Regie: Lothar Maninger
Bühne und Kostüme: Ursula N. Müller
mit:
Verena Ehrmann (Linda Swan), Margret Gilgenreiner (Sally
Chessington), Anika
Pinter (Brenda Dixon), Kathrin
Schwaderer (Mrs. Cowper); Burghard
Braun (Norman Bassett),
Antony Connor (Mr. Jenkins), Johannes
Gabl (Eric Swan), Matthias
Klein (Dr. Chapman), Mr. Franz Nagel (Forbright), Mario
Plaz (Uncle George)
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