CASH

Farce in zwei Akten von Michael Cooney

Premiere:
27. November 2004, 20:00 Uhr
Theater am Kornmarkt

Weitere Aufführungen in Bregenz:
2., 10., 11., 15. und 31. Dezember 2004 sowie
2. Januar 2005, jeweils um 20:00 Uhr

abgespielt

  Braun, Gabl, Ehrmann, Klein    05574 - 42870   .   Email
       
 

Eric Swan bringt es schon seit zwei Jahren nicht fertig, seiner Frau Linda einzugestehen, dass er fristlos entlassen wurde. Während Linda glaubt, er würde jeden Morgen wie sie zur Arbeit gehen, hat Eric eine völlig neue Karriere begonnen: die des Virtuosen auf der Klaviatur der britischen Sozialverwaltung. Der wöchentliche Scheck vom Sozialamt für seinen gerade nach Kanada ausgewanderten Untermieter Rupert Thompson war damals Erics finanzielle Rettung - nichts war leichter als Mr. Thompsons Geld selbst einzustreichen, und nichts provozierte zugleich mehr Erics Sportsgeist und Kreativität. Rund um seinen neuen Untermieter Norman Bassett erfindet Eric zahlreiche hilfsbedürftige Familienangehörige und Hausbewohner und löst damit eine Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft aus. Eric erhält Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld, sogar die Schulmilch lässt er nicht aus. Es plagt ihn jedoch das schlechte Gewissen und so beschließt er sein Lügengebäude aus der Welt zu schaffen, doch damit beschwört er furchtbares Unheil herauf, zu genial hat er alles eingefädelt und zu exakt funktioniert das britische Sozialsystem. Um alle Zahlungen zu stoppen muss er schon den Tod des ahnungslosen Norman Bassett erfinden, doch plötzlich steht Mr. Jenkins, ein Außenprüfer des Sozialamtes vor der Tür und diese Tür öffnet ausgerechnet Norman.

Eine Achterbahnfahrt ist ein Dreck dagegen: Eric weiht Norman zu dessen Entsetzen blitzschnell darin ein, daß der ganze Betrug sich um seinen Namen dreht und schon steht Jenkins in der Wohnung, die Betreuerin für Trauerfälle trifft ein, der Bestattungsunternehmer, der Psychologe, Linda, Onkel George, Normans Verlobte Brenda und, last not least, Mistress Cowper, Jenkins' gestrenge Chefin von der Behörde. Norman bleibt nichts anderes übrig, als mit Eric diese Achterbahnfahrt anzutreten, in deren Verlauf sie jede ihrer Notlügen mit einer noch größeren neuen Lüge übertreffen müssen, damit der Betrug nicht in letzter Sekunde auffliegt. Je irrer Komödienmeister Michael Cooney die Kurven dieser Achterbahn führt desto größer ist die Lust für den Zuschauer, diese nicht zu stoppende Fahrt mit ihren nicht enden wollenden Schrecken für die beiden Protagonisten zu verfolgen und auszukosten.

Regie: Lothar Maninger
Bühne und Kostüme: Ursula N. Müller

mit: Verena Ehrmann (Linda Swan), Margret Gilgenreiner (Sally Chessington), Anika Pinter (Brenda Dixon), Kathrin Schwaderer (Mrs. Cowper); Burghard Braun (Norman Bassett), Antony Connor (Mr. Jenkins), Johannes Gabl (Eric Swan), Matthias Klein (Dr. Chapman), Mr. Franz Nagel (Forbright), Mario Plaz (Uncle George)

 
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