WE ARE CAMERA / jasonmaterial
von Fritz Kater

Regie: Christian Schäfer
Bühne und Kostüme: Hella Prokoph
Premiere: 17. September 2005
Theater am Kornmarkt

weitere Aufführungen: 22. und 23. September
sowie 15., 19., und 23. Oktober,
jeweils 20:00 Uhr



abgespielt!

     
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  WE ARE CAMERA - wie Fotoaufnahmen aus dem Familienalbum neuer deutscher Geschichte wirken die 25 kleinen Szenen, aus denen das Stück besteht. Wie in 25 Bildbeschreibungen erzählt Fritz Kater einen Ost-West-Spionage-Thriller über Heimatlosigkeit und Verrat, über Verbiegungen und Haltungsschäden, die man sich zuzieht, wenn man zwischen die Zeiten gerät. Es geht um die überstürzte Flucht eines Ost-Agenten, der in den 60-er Jahren in der BRD an einem geheimen B-Waffen-Programm der NATO mitgearbeitet hat. In der Silvesternacht 1969 fliegt er mit seiner Familie nach Finnland, um der drohenden Enttarnung zu entgehen. In dieser Nacht im Hotel überstürzen sich die Ereignisse, fallen private Legenden in sich zusammen, zerfallen Gewißheiten zu einem weißlich-giftigen Pulver. Der Familienvater eröffnet seiner nichtsahnenden Frau, mit der ganzen Familie in die DDR übersiedeln zu wollen, Silvester in der finnischen Schnee-Nacht entwickelt sich zum surrealen Alptraum für die Familie.

jasonmaterial - die Flucht glückt, es folgen drückende Jahre in einem fremden Land, das den Alten keine Zukunft bieten kann und doch zur neuen Heimat der Kinder wird. In direkter Anlehnung an die antike griechische Argonautensage und die Schrecken einer fremdem Heimat bebildert das Stück eine außergewöhnliches Familiendrama, das aus kalten Kriegsjahren in die Gegenwart weist.

Fritz Kater ist derzeit eine der interessantesten Figuren in der deutschen Theaterlandschaft. Hinter dem Autorenpseudonym Kater verbirgt sich der 1964 geborene Regisseur Armin Petras. 1988 aus der ehemaligen DDR in die Bundesrepublik übersiedelt, ist er seit den neunziger Jahren der "renommierteste Außenseiter im deutschen Regiebetrieb" ("Theater der Zeit"). Für sein Stück "zeit zu lieben zeit zu sterben" erhält Fritz Kater 2003 den Mülheimer Dramatikerpreis und wird bei der Kritikerumfrage von "Theater heute" mit diesem Stück zum "Autor des Jahres 2003" gewählt , im Jahr 2004 erneut für WE ARE CAMERA / jasonmaterial . Beide Inszenierungen werden zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Sein neues Stück "3 von 5 millionen" in der Regie von Armin Petras ist auch dieses Jahr wieder zum Mühlheimer Stücke-Wettbewerb eingeladen.

Regie: Christian Schäfer
Bühne und Kostüme: Hella Prokoph
Dramaturgie: Andreas Hutter
Regieassistenz und Abendspielleitung: Marcus Harms

Mit: Johannes Gabl, Verena Ehrmann, Martin Rother, Jasmin Rischar, Michael Schiemer

 
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  papa
jason
wie der losfuhr in die alte welt
gegen das alte anzukämpfen und das goldene vlies zu rauben
das wissen
wissen ist
macht
und dann hat er sich medea mitgebracht so als
talisman dachten die einen
aber nein sie hat ihm geholfen das alles zu
überstehen die überfahrt die abenteuer
und dann seine angst vor zu hause das die
fremde geworden war
   
     
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