DIE MÖWE
Komödie von Anton Tschechow

Regie: Lothar Maninger
Bühne und Kostüme: Vazul Matusz
Premiere: 1. Oktober 2005
Theater am Kornmarkt

Weitere Aufführungen:
Do 6.10., Fr 7.10., Do 27.10., Fr 4.11.,
Sa 05.11., So 06.11., Mi 09. 11.

abgespielt!




     
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  "Ein junges Mädchen wie sie wächst am Ufer eines Sees auf; sie liebt den See
wie eine Möwe und lebt frei und glücklich wie eine Möwe. Aber dann führt der Zufall einen Mann an den See, der sieht das Mädchen, und in einer müßigen Laune stürzt er es ins
Verderben, so wie diese Möwe."
   
  Ein Landgut am See. Russische Sommerfrische. Melancholie, Sehnsucht, große Ideen, menschliche Schwächen und schmerzliche Leidenschaften. In diesem Rahmen malte Tschechow vor über 100 Jahren seine schmerzlich- schöne Komödie DIE MÖWE und doch scheint kein Tag vergangen in der Lebendigkeit dieses Werks für heute.

Konstantin ist ein junger Schriftsteller, der die Welt verändern möchte und er liebt Nina. Nina möchte gegen den Willen der Eltern Schauspielerin werden und spielt in Konstantins erstem eigenen Stück. Es ist Konstantins Manifest für ein neues Theater und einen neuen Geist. Doch dafür will er ausgerechnet die Anerkennung seiner Mutter Irina, einer gefeierten Schauspielerin und ihres Freundes, des anerkannten Dichters Trigorin. Die Premiere wird zu einem Desaster. Irina kann und will ihren Sohn als Künstler nicht ernst nehmen, er bleibt ihr unüberwindbar fremd. Und Nina verlässt Konstantin für den erfolgreichen Trigorin. Aus Verzweiflung überreicht Konstantin Nina mit den Worten "Bald werde ich mich auch so erschießen" eine tote Möwe, die er selbst geschossen hat. Trigorin sieht das und notiert sofort die oben zitierte Kernhandlung für eine neue Erzählung. Eine Szene voll dramatischem Reichtum: diese Notiz des anerkannten Dichters im Angesicht der jungen Frau birgt gleichermaßen Imponiergehabe, Zynismus, den Untergang einer alten Liebe wie den Beginn neuer Träume.

Die Träume jedoch enden in stillen Niederlagen: 2 Jahre später sehen sich Nina und Konstantin wieder, Ninas Karriere ist gescheitert und Trigorin hat sie wieder verlassen, denn Konstantins Mutter hat sich ihren Geliebten zurückerobert. Alle sehnen sich nach Liebe und Anerkennung, aber sie können einander nicht helfen, die Alten müssen verteidigen, was sie haben, die Jungen können nicht erlangen, was sie sich erträumen.
Die Uraufführung der "Möwe" 1896 in St. Petersburg war für Tschechow eine Katastrophe, das Publikum lachte, pfiff und buhte. Er flüchtete noch während der Aufführung aus dem Theater. Zur Premiere der Inszenierung an Stanislawskis Moskauer Künstlertheater zwei Jahre später kam er nicht. Sie wurde ein triumphaler Erfolg und begründete seinen Weltruhm.

Regie: Lothar Maninger
Bühne und Kostüme: Vazul Matusz
Dramaturgie: Andreas Hutter
Regieassistenz und Abendspielleitung: Romy Schmidt

Mit: Elisabeth Rass, Matthias Klein , Mario Plaz, Sara Livia Krierer,Wolfgang Pevestorf, Kathrin Schwaderer, Ulrike Röseberg, Burghard Braun, Franz Nagel, Wolfgang M. Reicher

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