DIE ZIEGE ODER WER IST SYLVIA?
von Edward Albee

Regie: Barbara Herold
Bühne: Karl-Heinz Steck
Kostüme: Christine Brandi
Premiere: 11. März 2006
Theater am Kornmarkt

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  Martin ist ein erfolgreicher und preisgekrönter Architekt. Anlässlich seines fünfzigsten Geburtstages gibt er zu Hause ein Fernsehinterview. Der Journalist ist sein alter Freund Ross. Das Interview gerät jedoch zur vergeblichen Übung. Martin ist geistesabwesend und unkooperativ. Nachdem die Kamera abgeschaltet ist, wird das Gespräch persönlich und Martin schüttet Ross sein Herz aus. Er und seine Frau Stevie haben kürzlich eine Farm gekauft, ein Landdomizil, das Refugium und Krönung ihrer wunderbaren und beständigen Verbindung sein sollte, in der fast ein Vierteljahrhundert lang keiner der Partner je das Bedürfnis zum Seitensprung verspürt hat.

Eine unerwartete Begegnung auf dem Lande aber bringt Risse ins Eheidyll. Martin entflammt in unentrinnbarer Leidenschaft für eine Ziege und stürzt sich in seine erste außereheliche Beziehung. Ross ist entsetzt. Im Glauben, seinem Freund zu helfen, schreibt er Stevie einen Brief und gibt Martins Geheimnis preis... (S. Fischer Verlag)

Der Altmeister der amerikanischen Dramatik hat das bekannte Muster einer urplötzlich ausbrechenden Katastrophe in einer eben noch völlig harmonischen Familie auf eine völlig absurde Spitze getrieben. Daß es sich bei Martins Geliebter um eine Ziege handelt, birgt nicht nur Momente aberwitzigen Humors, als Alptraum unserer gesellschaftlichen Abmachungen legt Albees Stück auch die wahren Schwächen dieser Gesellschaft frei und so gerät die Ziege zum Symbol kompromißloser Aufrichtigkeit und seelischer Größe.
 

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  "Meistens ist es ja sehr witzig, doch DIE ZIEGE ...
ist ein ernstes, tiefes, ja sogar tragisches Stück ..." (Associated Press)

"Vier Jahrzehnte nachdem 'Virginia Woolf' einen Schock im "mainstream"-Theater auslöste, stellt Edward Albee immer noch Fragen, an die sich kein anderer bedeutender amerikanischer Dramatiker heranwagen würde. Es ist gut, ihn am Broadway zurückzuhaben ...." (The New York Times)
   
     
  Regie: Barbara Herold
Bühne: Karl-Heinz Steck
Kostüme: Christine Brandi
Dramaturgie: Andreas Hutter
Regieassistenz und Abendspielleitung: Marcus Harms
   
  Mit: Franz NagelElisabeth Rass, Burghard Braun, Wolfgang M. Reicher    
     
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