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Martin ist ein
erfolgreicher und preisgekrönter Architekt. Anlässlich
seines fünfzigsten Geburtstages gibt er zu Hause ein Fernsehinterview.
Der Journalist ist sein alter Freund Ross. Das Interview gerät
jedoch zur vergeblichen Übung. Martin ist geistesabwesend
und unkooperativ. Nachdem die Kamera abgeschaltet ist, wird das
Gespräch persönlich und Martin schüttet Ross sein
Herz aus. Er und seine Frau Stevie haben kürzlich eine Farm
gekauft, ein Landdomizil, das Refugium und Krönung ihrer
wunderbaren und beständigen Verbindung sein sollte, in der
fast ein Vierteljahrhundert lang keiner der Partner je das Bedürfnis
zum Seitensprung verspürt hat.
Eine unerwartete Begegnung auf dem Lande aber bringt Risse ins
Eheidyll. Martin entflammt in unentrinnbarer Leidenschaft für
eine Ziege und stürzt sich in seine erste außereheliche
Beziehung. Ross ist entsetzt. Im Glauben, seinem Freund zu helfen,
schreibt er Stevie einen Brief und gibt Martins Geheimnis preis...
(S. Fischer Verlag)
Der Altmeister der amerikanischen Dramatik hat das bekannte Muster
einer urplötzlich ausbrechenden Katastrophe in einer eben
noch völlig harmonischen Familie auf eine völlig absurde
Spitze getrieben. Daß es sich bei Martins Geliebter um eine
Ziege handelt, birgt nicht nur Momente aberwitzigen Humors, als
Alptraum unserer gesellschaftlichen Abmachungen legt Albees Stück
auch die wahren Schwächen dieser Gesellschaft frei und so
gerät die Ziege zum Symbol kompromißloser Aufrichtigkeit
und seelischer Größe.
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"Meistens
ist es ja sehr witzig, doch DIE ZIEGE ...
ist ein ernstes, tiefes, ja sogar tragisches Stück ..."
(Associated Press)
"Vier Jahrzehnte nachdem 'Virginia Woolf' einen Schock im
"mainstream"-Theater auslöste, stellt Edward Albee
immer noch Fragen, an die sich kein anderer bedeutender amerikanischer
Dramatiker heranwagen würde. Es ist gut, ihn am Broadway
zurückzuhaben ...." (The New York Times)
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Regie: Barbara Herold
Bühne: Karl-Heinz Steck
Kostüme: Christine Brandi
Dramaturgie: Andreas Hutter
Regieassistenz und Abendspielleitung: Marcus Harms
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Mit: Franz Nagel, Elisabeth Rass, Burghard Braun, Wolfgang M. Reicher
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