EIN SOMMERNACHTSTRAUM
von William Shakespeare

Regie: Lothar Maninger
Bühne und Kostüme: Ursula N. Müller
Premiere: 25. März 2006
Theater am Kornmarkt

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  Ein Fest der Einbildungskraft, die aus dem Nichts ein Ganzes
gestaltet - eine Gebilde, in dem Zeit und Raum, Sinnliches und Übersinnliches sich durchdringen und die Grenzen zwischen Traumvision und Wirklichkeit verfließen: EIN SOMMERNACHTSTRAUM.
Der virtuos geknüpfte Handlungsablauf verschränkt im Wechsel von spielerischen Einfällen, lyrisch-musikalischen und komisch-turbulenten Szenen drei völlig verschiedene Figurenkreise. Da ist zuerst die Rahmenhandlung mit der halb mythologischen höfischen Welt Athens - Herzog Theseus' Vermählung mit der Amazonenbraut Hippolyta steht bevor. Zu diesem Kreis gehören auch Egeus, der seine Tochter Hermia zur Ehe mit Demetrius zwingen will, obwohl sie und Lysander einander lieben; dazu gehört auch Helena, die den Demetrius liebt, der ihre Liebe aber jetzt wegen Hermia zurückweist. In der Hoffnung, ihn zurückzugewinnen, verrät Helena dem Demetrius, daß Hermia und Lysander sich heimlich im Wald vor der Stadt trauen lassen wollen.

Im selben Wald probt der zweite Personenkreis, eine Schar von derben Handwerkern, das Theaterstück "Die höchst jammervolle Komödie und der höchst grausame Tod von Pyramus und Thisbe". Dieses Spiel im Spiel soll zur Hochzeit von König Theseus aufgeführt werden, stellt aber die unfreiwillige Persiflage einer Tragödie hehrer Gefühle dar. Der dritte Komplex ist das Elfenreich des Waldes, dessen Königspaar Oberon und Titania seit längerem schon in Zwistigkeit und Streit leben. Mit einem Zaubersaft, der denjenigen, dem er in die Augen geträufelt wird, dazu bringt, sich in das erste Wesen zu verlieben, das er sieht, schickt Oberon seinen koboldhaften Diener Puck los. So durchdringt das Geisterreich die beiden anderen Schichten dieses Traumspiels, von ihm gehen die Impulse aus, die das Geschehen in einem Wirbel von Verwechslungen kulminieren lassen, um es dann wieder zu entwirren und zu einem für alle Beteiligten erfreulichen Ende zu führen. Zurück bleibt dennoch der verstörende Eindruck, daß die Kraft der Liebe unsere Vernunft wie eine Geisteskrankheit zu einer lächerlichen Illusion machen kann, und davor sind weder Sterbliche noch Unsterbliche gefeit ...
 
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Regie: Lothar Maninger
Bühne und Kostüme: Ursula N. Müller
Musik: Ernst Reiner
Dramaturgie: Brigitte Herrmann
Regieassistenz und Abendspielleitung: Romy Schmidt
   
  Mit: Alois Frank, Michaela Winterstein, Matthias Klein, Martin Rother, Sara Livia Krierer, Verena Ehrmann, Wolfgang Pevestorf, Johannes Gabl, Kathrin Schwaderer, Mario Plaz, Kurt Sternik,    
     
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