DIE KOPIEN (A Number)
Schauspiel von Caryl Churchill
Deutsch von Falk Richter
Regie: Lothar Maninger

Premiere: Sa. 21. Januar 2006, 20.00 Uhr
Theater auf der Probebühne

Weitere Vorstellungen:
21., 25., 27., 28. Jänner, 01., 02., 04., 08., 15., 17., 18., 22., 24. und 25. Februar.

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Wie also wäre das: man läuft durch die Straßen und begegnet sich selbst: wenn das da drüben ich bin, wer bin dann ich? Cloning. Ein Thema, das alle beschäftigt, weil es die Fragen nach dem, was das Einzigartige eines Menschen ausmacht, wieder in aller Dringlichkeit stellt. Und was ist das Lebewesen, das da entstehen würde? Bin ich das nochmal? Ob wir es ertragen würden, als Serie aufzutreten und wieder zurückgerufen zu werden, wenn unsere Auftraggeber einen Defekt an uns reklamieren würden? Wie würden wir empfinden, wenn wir plötzlich erführen, dass derjenige, den wir für unseren Vater gehalten haben, nurmehr der Mann war, der uns in Auftrag gegeben hat und uns nach einer Vorlage hat kopieren lassen? Und all die Zwischenschritte? Zwischenwesen, die keiner haben will, weil sie nicht perfekt waren? Kommen die dann auf den Müll?
Caryl Churchill versetzt ihr Stück „Die Kopien“ in eine nahe Zukunft, die wie ein heute wirkt, in dem die Verheißungen der Biogenetik wahr geworden sind. Wenn es mal mit einem Kind oder Partner nicht klappt, schmeißen wir ihn weg und lassen ihn noch mal neu herstellen. Vielleicht klappt es dann beim zweiten Anlauf besser: die Möglichkeit, das eigene Leben ständig zu wiederholen, aus Fehlern zu lernen, alles so oft zu probieren, bis es optimal funktioniert. Aber was sind das dann für Wesen, die ständig fürchten müssen, ersetzt zu werden? Fühlen die sich noch wie Menschen?

Vier Rollen und zwei Schauspieler. (...) Das Stück beginnt mit dem Moment, wo Bernard 2, der sich bislang für den einzigen und echten Sohn Salters gehalten hat, erfährt, dass es zwanzig von ihm gibt. Was bislang eine harmonische Vater-Sohn-Beziehung zu sein schien, wird nun eine investigative Reise, spannend wie ein Thriller.
Falk Richter

 
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  Regie: Lothar Maninger
Bühne und Kostüme: Valerie Lutz
Dramaturgie: Brigitte Herrmann
Regieassistenz und Abendspielleitung: Romy Schmidt ,  Elke Nagel
   
     
  Mit: Franz Nagel, Matthias Klein    
     
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