wiederaufnahme der uraufführung
restroom
ein theaterstück von raoul biltgen

regie: harald f. petermichl
bühne und kostüme: christine brandi
theater auf der probebühne




 
 restroom 2004/05 
 
  05574 - 42870   .   Email
     
  man stelle sich vor: eine ungewöhnliche location, die uns dennoch allen sehr vertraut ist, eine ungewöhnliche story und gar nicht so ungewöhnliche zwischenmenschliche beziehungen. das sind die zutaten für restroom von raoul biltgen, ehemals ensemble-schauspieler in bregenz und jetzt freier autor in wien.

zwei schwestern. irgendwo an einer schmuddeligen tankstelle, irgendwo an einer landstraße, auf einer toilette, genauer gesagt auf einer herrentoilette, da die damentoilette defekt ist - kann ja mal vorkommen - und was machen die beiden am stillen örtchen? ist doch klar, in erster linie reden, frauengespräche, beziehungsgespräche - kann ja mal vorkommen. über männer lästern, na ja, solange, bis sie dann auftauchen: da ist einmal der etwas biedere ehemann der einen schwester, folglich der schwager der anderen, der bei einer versicherung arbeitet - kann ja auch mal vorkommen - und dann wäre da noch ein mann, der ebenfalls seine notdurft verrichten muss - seines zeichens lkw-fahrer, wie man sie eben an tankstellen so antrifft -, und schon sind die ersten revierkämpfe und ein kampf um den thron vorprogrammiert ...

man glaubt kaum, zu welchen verstrickungen, verwicklungen und verbandelungen es auf so engstem raum kommen kann; und dann finden gespräche statt, die wiederum so einige verwicklungen lösen - das wäre ja normal - aber normal ist da dann irgendwann rein gar nichts mehr...
da heißt es: nur die nerven bewahren - nicht vom beckenrand springen, sondern tief ins becken atmen und cool bleiben, denn es geht um die wurst, aber keine angst: am ende kommt sowieso alles raus...
 
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