In Zusammenarbeit mit dem Bregenzer
Richard Wagner Verband und der Gesellschaft
der Musikfreunde

TANNHÄUSER
oder DIE KEILEREI AUF DER WARTBURG


Zukunftsposse mit vergangener
Musik und gegenwärtigen
Gruppierungen in drei Akten
von Johann Nepomuk Nestroy

Regie: Kurt Sternik
Bühne und Kostüme: Luis Graninger
Musikalische Leitung: Hansjörg Gruber
Premiere: 11. Mai 2007
Theater am Kornmarkt

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Anknüpfend an die über viele Jahrzehnte gewachsene Nestroytradition des Vorarlberger Landestheaters kommt mit TANNHÄUSER Nestroys wunderbare Wagner-Parodie zum ersten Mal am Bodensee zur Aufführung. Inszeniert von Kurt Sternik, dem herausragenden Hauptdarsteller zahlreicher Nestroyaufführungen, gilt diese liebevolle Verunglimpfung von Wagners Werk als beste ihrer Art, denn der „Tannhäuser“ ist seit seiner Uraufführung bis in unsere Zeit das wohl meist parodierte Werk des großen Komponisten. Der Grund dafür liegt wohl im romantischen Inhalt dieser Oper, und schon Wagners Arbeitstitel "Der Venusberg" sowie die Tatsache, dass Wagner selbst diesen
ursprünglichen Titel im Gedanken an die Zensur wieder fallen ließ, deuten auf die Anfälligkeit der "hohen Minne" für den Spott der Zeitgenossen hin. So schreibt der Humorist Franz Mitter anlässlich der Aufführung der Oper in Wien:
"An einem Hof, bekannt ob strenger Sitten / ums Thema "Liebe" ein paar Sänger stritten / Und ein Tenor singt voll Tannheiserkeit / (er tauschert stolz mit keinem Kaiser heut) / Er schwärmt von einem Puff, dem Hörselberge / wo's immer fesch bei vollem Börsel hergeh' / Wo eine Göttin, schön und gülden, Venus / ihm jüngst verhalf zu wüldem Genuß / Die Ritter schrein voll Neid und Grimme: Stechts'n! / Zurück! Hört man da Lieserls Stimme krächzen …"
Die Handlung der Oper beruht auf einem Volkslied vom Ritter Tannhäuser, auf E.T.A. Hoffmanns Erzählung "Der Kampf der Sänger" und auf dem "Sängerkrieg auf der Wartburg", wie er im mittelhochdeutschen Lohengrin-Epos enthalten ist. Nestroy hat über weite Teile die gleichnamige Opernposse des Breslauer Arztes Dr. Hermann Wollheim, die 1854 entstanden war, übernommen und durch "Einwienerung" und Hinzufügen vieler Pointen ein typisches Nestroy-Stück daraus gezaubert.

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  Mit: Klaus Schöch, Veronika Brandt, Mario Führer, Michael Nowak, Andreas Jankowitsch, Michael Burtscher, Waku Nakazawa, Werner Zudrell, Mario Plaz    
     
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