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Vor lauter Arbeit bleibt Truffaldino gar keine Zeit mehr, sich richtig satt zu essen. Er konnte aber auch nicht wissen, dass seine zwei Dienstherren gar so anspruchsvoll sein werden. Da wird er mit mysteriösen Aufträgen hin- und hergeschickt und ahnt nicht, dass sein erster
„Herr“ eigentlich eine Frau ist. Beatrice gibt sich als ihr Bruder Federico aus, um ihren Geliebten Florindo zu suchen, der eben diesen Federico im Streit getötet hat und sich nun auf der Flucht befindet. Und ausgerechnet Florindo wird Truffaldinos zweiter Herr. Kein Wunder, dass Verwicklungen nicht ausbleiben. Schließlich reden auch Clarice, die Verlobte Federicos, die eigentlich Silvio heiraten möchte, ihr Vater, der gerissene Kaufmann Pantalone, und der gelehrte Dottore ein Wörtchen mit. Nicht zu vergessen die reizende Smeraldina, die Truffaldino nicht ganz unattraktiv zu finden scheint ...
Carlo Goldoni, 1707 in Venedig geboren, gilt als der große Erneuerer der italienischen Komödie. Er schuf nach dem Beispiel Molières Charakter und Sittenlustspiele, die das wirkliche Leben zum Vorbild hatten und überwand damit die Commedia dell’arte, die mit ihren streng typisierten Figuren völlig erstarrt war. Mit seinem bekanntesten Werk, dem Diener zweier Herren, hat Goldoni eine Komödie geschrieben, die alles enthält, was man von diesem Genre erwarten kann: pralle Figuren, eine Handlung voller Verwicklungen und Intrigen und als Draufgabe jede Menge Liebe. Bis alles ein gutes Ende findet und sich die richtigen Paare in die Arme fallen können, hat Truffaldino alle Hände voll zu tun – und die Zuschauer haben jede Menge zu lachen!
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