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In einem Schweizer Bergdorf lebt Hanna mit ihren Eltern. Ihr Bruder ist vor einiger Zeit abgestürzt, die Familie zerbricht an diesem Unglück. Eines Tages trifft Hanna am Bahnhof, der einzigen Kontaktstelle zur Außenwelt, auf Tobias aus der Stadt, der mit seiner Mitbewohnerin Jasmin für gelegentliche Ausflüge in die Berge ins Dorf kommt. Tobias lauscht fasziniert den Mythen der Bergwelt, die Hanna ihm erzählt. Die beiden freunden sich an. Seit dem Tod ihres Bruders flieht Hanna vor der bedrückenden Atmosphäre auf dem Hof der Eltern. Die wahren Umstände seines tragischen Unfalls kennt nur Vater Jakob, doch der schweigt und flüchtet, von Schuldgefühlen gepeinigt, immer wieder zum örtlichen Pfarrer. Hannas Welt zerbricht immer weiter. Sie beschließt, das Dorf endgültig zu verlassen und zu Tobias in die Stadt zu gehen. Doch der weist sie zurück. So erscheint ihre Zukunft als
tragisch-düsterer Alptraum, aus dem es kein Erwachen gibt.
Reto Finger wurde 1972 in Bern geboren. Er lebt in Zürich, wo er sein Studium für Rechtswissenschaften und Rechtsphilosophieabschloss und zwei Jahre am Bezirksgericht arbeitete. Sein erstes Stück Schwimmen wie Hunde entstand im Rahmen des Förderprogramms für junge Schweizer Dramatiker „Dramenprozessor“. Für Kaltes Land wurde er mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker ausgezeichnet und schaffte damit den Durchbruch in der deutschsprachigen Theaterszene. Das Stück entstand während seines Aufenthalts als Stadtschreiber im Berner Emmental.
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