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Maximilian von Moor hat zwei Söhne. Karl, Student in Leipzig, ist
leichtsinnig auf die schiefe Bahn geraten. Aber er bereut sein Lotterleben
und will nach Hause zurück. Da erreicht ihn ein Brief, in dem
ihn sein Vater verstößt und enterbt. Hinter dieser unverhältnismäßigen
Bestrafung steckt Franz, der seinen Bruder beim Vater mit gefälschten
Briefen verleumdet hat. Zutiefst verletzt gründet Karl eine Räuberbande
und wird deren Hauptmann. Während Franz im Schloss mit weiteren Intrigen
versucht, seinen Vater zu Tode zu quälen und Amalia, Karls Braut,
für sich zu gewinnen, gerät Karl das Räuberleben zum unumkehrbaren
Mörderdasein. Schließlich wird die Sehnsucht nach Amalia zu groß.
Verkleidet schmuggelt Karl sich in das väterliche Schloss. Er erfährt von
den infamen Machenschaften seines Bruders und schwört Rache. Doch
Franz, von Gewissensqualen gepeinigt, tötet sich selbst. Der gerade vor
dem Verhungern gerettete alte Moor stirbt, als er in seinem Lieblingssohn
Karl den Räuberhauptmann erkennen muss. Amalia, von der Bande
als Opfer gefordert, fleht Karl an, sie zu töten. Er tut es und stellt sich
selbst der Justiz.
Schiller war erst 17, als er mit seinen Räubern begann. Neben
seinem Medizinstudium auf der Hohen Karlsschule in Stuttgart schrieb
er heimlich an seinem ersten Schauspiel. Die Uraufführung in Mannheim
geriet zum Triumph. Ein Augenzeuge berichtet: „Das Theater glich
einem Irrenhause, rollende Augen, geballte Fäuste, stampfende Füße,
heisere Aufschreie im Zuschauerraum! Fremde Menschen fielen einander
schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur
Tür. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebeln
eine neue Schöpfung hervorbricht.“
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