AMPHITRYON
von Heinrich von Kleist
Regie: Lothar Maninger
Bühne und Kostüme: Ursula N. Müller
Premiere: 20. September 2008
Theater am Kornmarkt


Dauer: 2h15
weitere Vorstellungen: Mi 24.9., Do 25.9., Fr 10.10.,
Sa 11.10, Di 14.10. und So 19.10.

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"Doch nicht, dass ich nicht ich bin,
weil ich bin."
ACH! - War ich nicht göttlich?
 
 

Amphitryon kommt – und ist schon da gewesen: Das hat sich der Feldherr freilich anders vorgestellt. Da kommt er nach gewonnener Schlacht und nach langen Monaten zurück nach Hause und seine geliebte Frau meint nur: „So früh zurück- ?“ Nichts ist es mit der großen Wiedersehensfreude, die Amphitryon doch meint verdient zu haben. Während Alkmene gar nicht verstehen kann, dass ihr Göttergatte böse auf sie ist, hat sie ihn doch schon in der Nacht davor gesehen und gebührend empfangen. Zum Beweis kann sie ihm auch das Diadem des Labdakos vorlegen, das er ihr in der Nacht geschenkt habe. Doch ACH: Anstelle des „A“s für Amphitryon ist ein „J“ im Diadem eingraviert. Und das steht, wie sich bald herausstellen wird, für den Göttervater selbst, für Jupiter. Er hat – in der Gestalt Amphitryons – Alkmene in der Nacht davor besucht. Gemeinsam mit Merkur hat er damit unter den Menschen große Verwirrung angerichtet. Denn wen nun liebt Alkmene? Den Amphitryon oder doch eher Jupiter und was ist mit Amphitryons Diener Sosias, der sich sich selbst gegenüber stehen sieht und vollkommen verwirrt ist, wer er denn nun ist, wenn er da schon steht. Tatsächlich ist es natürlich Merkur, der sich diesen Spaß mit ihm erlaubt hat und Sosias damit in eine Identitätskrise stürzt.

Heinrich von Kleist (1777 - 1811) wollte zunächst den Amphitryon von Molière nur übersetzen. Doch entstanden ist ein ganz eigenständiges Stück, dem Kleist eine neue Wendung gegeben hat. Bei ihm ist Amphitryon weit mehr als eine bloße Verwechslungskomödie. Es geht um Macht und um Manipulation, um Sein und Bewusstsein, es geht um Identitätsverlust und um Ideale - und nicht zuletzt geht es um das schönste „Ach“ in der Weltliteratur.

 

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  Regie: Lothar Maninger
Bühne und Kostüme: Ursula N. Müller
Dramaturgie: Brigitte Herrmann
Regieassistenz und Abendspielleitung: Marcus Harms
   
  Mit: Peter Bocek, Matthias Klein, Martin Rother, Burghard Braun, Ingrid Lang Kathrin Schwaderer    
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