Ein toter Philosoph soll
eine nukleare Katastrophe
verhindern.Was heißt hier
Zivilisation?
Was wäre, wenn … diese Frage bestimmt das Stück von Christian Mähr. Der deutsche Philosoph Oswald Spengler (1880-1936) wird aus dem Jenseits durch einen Engel der Geschichte zurück in unsere Welt geschickt. Hier soll er den Verkauf einer Atombombe verhindern. Roman, der korrupte Präsident eines fiktiven Landes, hat fundamentalistischen Terroristen die Superbombe für sehr viel Geld versprochen. Kurz vor dem Transaktionstermin liegt er nun aber in einem geheimen Spital als Opfer eines Anschlags, den sein oberster Geheimdienstchef mit einem Vertrauten angezettelt hat. Dort wird er von seiner Leibärztin und großen Liebe Ludmilla gepflegt. Zu diesen vier fragwürdigen Charakteren stößt nun Oswald Spengler, einzig dem Präsidenten sichtbar. Es geht um die Frage, wer die Macht im Staat übernehmen wird, ob die Bombe verkauft wird und was die unbekannt-bekannten Terroristen damit anstellen wollen. Entscheidungen müssen getroffen werden und das maßgeblich von einem toten Philosophen. Von einem Philosophen, dessen Hauptwerk Der Untergang des Abendlandes sprichwörtlich bekannt geworden ist und die kulturpessimistische These vertritt, dass Entwicklung und Zivilisation in einen allumfassenden Niedergang führen. Bewahrheiten sich Spenglers Überzeugungen oder kann er erfolgreich handeln?
Christian Mähr wurde 1952 in Nofels bei Feldkirch geboren. Heute lebt der Vorarlberger Autor in Dornbirn. Er arbeitet seit 1982 als freier Mitarbeiter des ORF für die Redaktion Wissenschaft und Umwelt. Außerdem ist er Doktor der Chemie. Seine Hobbys sind der Computer und die Bienenzucht.