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Ist er's oder ist er's nicht. Die Frage beschäftigt Väter schon fast seit Kain und Abel. Wie soll
man denn auch sicher sein als Vater, dass der Sprössling wirklich der eigene ist, dass man kein
Kuckuckskind heranzieht. Auch bei Peter sind die Zweifel geweckt. Gerade noch schob er als
Mustervater den Kinderwagen durch die Landschaft, da nagt es auch schon an ihm. Und im
Zeitalter der Wissenschaft, wo ein Schnuller und die eigene Zahnbürste ausreichen, um Gewissheit
zu bekommen, nutzt Peter diesen Service und wird in tiefe Depression gestürzt. Sein
geliebter Sohn ist nicht sein Sohn; seine glückliche kleine Familie bricht zusammen. Wie kann
er dieses Kind lieben, das nicht sein Fleisch und Blut ist, wie kann er seine Frau lieben, die ihn
so schmerzlich hintergangen hat. Auch sein Vater ist Peter keine große Hilfe. Simon Korach
hat selbst Probleme, er steckt mitten im Wahlkampf und will gewinnen. Und Peters Mutter
Helle kommt gerade vom Selbstfindungsseminar in Indien zurück und kann dort kein Problem
sehen, wo Peters Welt zusammenbricht. Nur Franzeck, der Sekretär seines Vaters, der sich
als der bessere Sohn von Simon fühlt, scheint die Situation zunächst zu genießen ...
Lukas Bärfuss, 1971 in Thun (Kanton Bern) geboren, lebt heute als freier Autor in Zürich. 2003
wurde er von der Zeitschrift Theaterheute zum Nachwuchsdramatiker des Jahres, zwei Jahre
später für sein Stück Der Bus (Das Zeug einer Heiligen) zum Dramatiker des Jahres gewählt.
Für den Bus wurde er im gleichen Jahr auch bei den Mülheimer Theatertagen als "Dramatiker
des Jahres" ausgezeichnet. Mit Die Probe (Der brave Simon Korach) zeigt das Vorarlberger
Landestheater erstmals ein Stück des aufstrebenden Schweizer Dramatikers.
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