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Maria Callas war eine Ausnahmeerscheinung auf der Bühne. Sie war die „Primadonna assoluta“, die auf der Opernbühne alle Rollen ihres Faches beherrschte. Dann machten die Medien sie zur Jetset-Diva und die großartige Sopranistin verstummte. Die Callas aber war weit mehr als nur eine temporäre Erscheinung. Sie hat es geschafft, die Kunst des Belcanto wieder neu zu definieren und uns Auge und Ohr für einen neuen Zugang zur Oper zu öffnen. Nach ihrer beispiellosen Karriere als Sängerin an allen bedeutenden Opernhäusern der Welt hielt die Callas in der New Yorker Juilliard School öffentliche Meisterklassen ab. Auf amüsante und zugleich bestürzende Weise wird hier das Phänomen eines außerordentlichen Karrierefalls deutlich, bei dem höchster Kunstanspruch einer elitären Klientel sowie die banale Sensationsgier der Massen gleichermaßen zufriedengestellt wurden, siehe: Der Tanker-König Onassis und die Callas. Hinter der Ikone der „Primadonna assoluta“, die die Callas so vollumfänglich ausfüllte, werden freilich in McNallys Stück nach und nach auch die lebensbestimmenden sowie auch die lebensvernichtenden Zwänge und Opfer sichtbar, die großes Künstlertum und eine weltweit begeistert aufgenommene Karriere fordern. Maria Callas starb 1977 einen einsamen Tod.
Regie: Dirk Diekmann
Ausstattung: Paul Lerchbaumer
Dramaturgie: Stefan Ruhl
Mit: Andrea Wolf, Foad Bahrami Moayed, Elisabeth Jehle, Barbara Camenzind, Markus G. Herzog, Simon Flatz
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