Mit den Worten „Peer, du lügst“ eröffnet die Mutter das fantastische Stück über den „nordischen Faust“. Peer lebt in einer eigenen Welt. Er verdrängt, dass sein Vater Hof und Habe durch Misswirtschaft und zahlreiche Alkoholeskapaden verloren hat. In seiner Fantasiewelt ist die heruntergekommene Behausung nach wie vor ein strahlender Palast. Auch seine eigene Nichtsnutzigkeit verklärt er zu heldenhaften Episoden. Er ist verliebt in die schöne Solveig, gleichzeitig entführt er aber die Braut eines anderen und bringt die gesamte Dorfbevölkerung gegen sich auf.
Nach dem Tod seiner Mutter reist Peer Gynt um die ganze Welt und durchlebt Höhen und Tiefen. Er wird als Sklavenhändler reich, verliert sein ganzes Vermögen an falsche Freunde und landet schließlich in der Irrenanstalt von Kairo. Am Ende wird Peer alt, einsam und verarmt heimkehren.
In der berühmtesten Szene vergleicht sich Peer mit einer Zwiebel, die viele Hüllen, jedoch keinen Kern aufzuweisen hat. Peer muss um seine Seele kämpfen und er, der große Lügner, der alle Welt im Stich ließ, erhält plötzlich von unerwarteter Seite Beistand.
Regie: Alexander Kubelka
Bühne: Cukrowicz / Nachbaur Architekten
Dramaturgie: Dorothée Bauerle-Willert
Kostüme: Andrea Hölzl
Musik: Boris Fiala, Andreas Hamza
Choreographie: Martin Birnbaumer
Mit Katrin Hauptmann, Andreas Jähnert, Lukas Kientzler, Alexander Julian Meile, Markus Menzel, Alexandra-Maria Nutz, Wolfgang Pevestorf, Mario Plaz, Olga Wäscher, Andrea Wolf
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