„Du musst dein Leben ändern!“ – Dieser Schluss Rilkes, gezogen aus der Betrachtung einer antiken bildhauerischen Arbeit, die Apoll in seiner Vollkommenheit aus dem Stein treten lässt, ist uns Mahnung, dass das Kunstwerk uns sieht und somit der Künstler uns und wir den Künstler. Der Mensch aber ist nur das Maß aller Dinge. Wollte er göttlich werden, müsste er sich ändern. „Singend und tanzend“, lehrte Nietzsche, „äußert sich der Mensch als Mitglied einer höheren Gemeinsamkeit. Der Mensch ist ist Kunstwerk geworden.“ Dies ist eine mögliche Station – die Rückbesinnung auf die Kunst.
Die Voyager II startete 1977 mit einer goldenen Schallplatte an Bord zu einer interstellaren Reise, darauf eine hoffnungsvolle Botschaft: „Dies ist ein Geschenk einer kleinen, weit entfernten Welt, eine Probe unserer Geräusche, unserer Wissenschaft, unserer Bilder, unserer Musik, unserer Gedanken und unserer Gefühle. Wir versuchen, unser Zeitalter zu überleben, um so bis in Eure Zeit hinein leben zu dürfen.“ Ein kultureller Auftrag!
Das Vorarlberger Landestheater lädt Künstler- Innen aus allen Disziplinen ein, sich auf die Fragestellung „Apollon vs. Dionysos?“ einzulassen.
Regie: N. N.
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