VINYL
MANUEL RUBEY
Textmontage / Uraufführung


PREMIERE: April 2012, Kleines Haus
Freier Verkauf



 
 
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  In „Vinyl“ verarbeitet der ehemalige Lead-Sänger der Mondscheiner seine Erfahrungen mit dem Erfolg und mit der Plattenindustrie. 12 Songs kommen auf eine Platte, oder höchstens 76 Minuten, wie das für die Länge der CD festgelegt wurde, damit Beethovens 9. Symphonie drauf passt. Aber von einer CD wollen wir gar nicht sprechen, es geht ja um VIN YL. Es geht auch darum, dass das gute alte Vinyl nicht totzukriegen ist, während die CD schon in den letzten Atemzügen liegt. Und doch ist eine Platte ein Anachronismus, wie das ja auch dem Theater oft nachgesagt wird. Dinge, die aus der Zeit fallen, die vielleicht unpraktisch geworden sind. Aber genau deswegen müssen wir sie hochleben lassen, die Nischen, die Seitenstränge, das Un-Optimierte. Der Text ist der Versuch festzuhalten, was passiert, wenn man den Gedanken zu einem Songtext freien Lauf lässt, wenn man ihn nicht komprimiert und stutzt, sondern wenn man all die Seitenstränge und Zusatzgedanken mit hineinnimmt. Für eine Platte sprengt das den Rahmen. Für das Theater ist es erst der Anfang.  

 



   
     
     
     
     
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